Und nun das wichtigste beim Stöbern

Richtig die Nase

siehe unten

 

 

 

STÖBERPRÜFUNG  1 - 3 (STP 1 - 3)

 

 

 

 

 

Die AZG hat auf der Sitzung am 07.03.2003 entschieden, als Pilotobjekt für den Zuständigkeitsbereich des VDH die "Stöberprüfung" in den Stufen 1 bis 3 zuzulassen.

Sie ersetzt zur Zeit nicht die jeweilige Abteilung "A" der VPG/IPO - Prüfungen.

 

 

 

Ein Ausbildungskennzeichen im Sinne der Schau- bzw. der Ausstellungsordnung,

Zuchtordnung und Körordnung wird nicht vergeben.

 

 

 

 

1.      Prüfungsstufen für die Stöberprüfung

 

 

Die Anforderungen sind unterschiedlich abgestuft und der jeweiligen

VPG-Stufe angemessen.

 

 

Stufe               Stöberfeldgröße         Gegenstände                                      Punkte            Stöberzeit

_________________________________________________________________

1              20 x 30 m           HF-eigene Gegenstände,               10/ 10              10 Minuten

2 / 10 x 3 x 1                                                            

Material = einheitlich erlaubt                                                

1 Ggstd. links, 1 Ggstd. rechts

_________________________________________________________________

2             20 x 40 m               Fremdgegenstände,              5/ 5/ 5/ 5          12 Minuten     

4 / 10 x 3 x 1

Material = unterschiedlich

2 Ggstde. links, 2 Ggstde. rechts

_________________________________________________________________

3              30 x 50 m            Fremdgegenstände,            4/ 4/ 4/ 4/4      15 Minuten

5 / 5 x 3 x 1

Material = unterschiedlich

Ggstde. beliebig auslegen

 

 

2.      Allgemeines

 

 

Zur Ablegung dieser Prüfung ist Vorbedingung, dass der betreffende Hund

 

mindestens

fünfzehn Monate alt ist und die VDH-BH/VT-Prüfung abgelegt und bestanden hat.

 

 

 

Der HF meldet sich unter Nennung seines Namens und Angabe des Hundenamens und der Prüfungsstufe in sportlicher Haltung beim LR. Danach geht er mit angeleintem Hund zur

angewiesenen Startposition und nimmt dort Grundstellung ein.

 

 

·         Zur Stöberarbeit wird der Hund abgeleint. Die Leine ist vom HF jedoch mitzuführen.

·         Jeglicher Zwang und Gewaltanwendung sind zu unterlassen.

·         Geringfügiges Überschreiten der Grenzen des Stöberfeldes ist nicht fehlerhaft.

·         Zuschauer müssen sich in einem angemessenen Abstand zum Stöberfeld aufhalten.

 

 

 

 

3.      Beschaffenheit des Geländes für die Stöberarbeit

 

 

Untergrund: alle natürlichen Böden (Wiese, Acker, Waldboden). Baumbestand ist möglich

 

(Augensuche muss möglichst verhindert werden, deshalb keinen kurzen Rasen oder andere

ähnliche Flächen.)

 

Das Stöberfeld soll vor dem Auslegen/Auswerfen der Gegenstände von Personen mehrfach

kreuz und quer begangen werden, um beim Auslegen keine "Fährten" zu hinterlassen.

Eine Abgrenzung des Stöberfeldes durch Markierungspfähle o. ä. soll nicht erfolgen.

4.      Gegenstände

 

Material: Holz, Leder, Kunstleder, Textil

 

 

 

Ausgelegte Gegenstände dürfen in Form und Farbe nicht wesentlich vom

Geländeuntergrund abheben und sollen nicht sichtbar ausgelegt werden.

 

 

Die Gegenstände werden vorn LR ausgelegt.

 

 

HF und Hund müssen sich bei Auslegen der Gegenstände außer Sicht befinden.

 

 

 

Es ist keine Liegezeit für die Gegenstände vorgeschrieben.

Mit dem Ansatz kann  sofort nach dem Auslegen begonnen werden.

 

 

 

 

5.      Ansetzen des Hundes zum Stöbern

 

 

Die gedachte Mittellinie und die Umrisslinien des Stöberfeldes

werden dem HF vom LR angegeben.

 

 

 

Zu Beginn ist eine kurze Konditionierung des Hundes auf der

gedachten Mittellinie des Stöberfeldes erlaubt.

 

 

 

Der HF bewegt sich auf der gedachten Mittellinie. Er darf diese nur zum

 

Aufheben des vom Hund verwiesenen Gegenstandes kurz verlassen. Anschließend

 

wird der Hund von der Mittellinie aus erneut zum Stöbern eingesetzt. Erlaubt

 

sind Hör- und Sichtzeichen.

Das Hörzeichen "Verloren" kann ergänzt werden durch "Such".

 

 

Stöbern mit "hoher Nase" ist nicht fehlerhaft.

 

 

Die Stöberfläche kann mehrfach abgesucht werden.

 

 

 

 

6.      Verhalten an den Gegenständen

 

 

Gegenstände müssen überzeugend verwiesen

und dürfen vom Hund nicht berührt werden. Die Gegenstände sind liegend zu verweisen.

 

 

 

Es sind keine Hörzeichen erlaubt, die den Hund am Gegenstand zum Hinlegen veranlassen.

 

Hat der Hund einen Gegenstand verwiesen, begibt sich der HF zum Hund,

 

zeigt den Gegenstand durch Hochheben dem LR an, begibt sich wieder zur

gedachten Mittellinie und setzt dort den Hund zur Fortsetzung der Stöberarbeit erneut ein.

 

 

 

Die Liegerichtung an den Gegenständen ist nicht vorgeschrieben. Der gefundene

Gegenstand muss jedoch im unmittelbaren Bereich der Vorderpfoten liegen.

 

 

 

Der HF tritt immer seitlich an den liegenden Hund heran und darf sich nicht

vor den Hund steilen. Kurzes Loben nach Hochheben des Gegenstandes ist erlaubt.

 

 

 

Nach dem Auffinden des letzten Gegenstandes ist der Hund anzuleinen.

Danach erfolgen das Vorzeigen der Gegenstände und die Abmeldung beim LR.

 

 

7. Bewertung

 

 

Die Höchstpunktzahl für die Stöberprüfung 1 - 3 beträgt jeweils 100 Punkte.

 

 

Zum Bestehen müssen mind. 70 Punkte erreicht werden.

 

 

Die Bewertungskriterien für alle 3 Stufen:

 

 

a)      Führigkeit des Hundes                                                              20 Punkte

(Befolgen der Hör- /Sichtzeichen des HF)

b)      Spürintensität des Hundes                                                       20 Punkte                   

      (Bereitschaft intensiver Witterungsaufnahme)

c)   Ausdauer                                                                                        20 Punkte                   

      (Anhalten des Spürtriebes bis zum Auffinden des Gegenstandes)

d)   Verhalten des Hundeführers                                                        20 Punkte                   

      (Einwirkung auf den Hund)

e)   Auffinden der Gegenstände                                                            20 Punkte

      (Überzeugendes Verweisen)

 

 

     Vorzüglich     Sehr          Gut        Befriedigend        Mangelhaft

__________________________________________________________________

              100 – 96          95 - 90            89 - 80            79 – 70                     69 – 0

 

 

 

 

8. Ausführungsbestimmungen

 

 

Die Übung beginnt mit der Grundstellung am Rand des Stöberfeldes und endet

mit der Abmeldung beim LR. Die vom Hund gefundenen Gegenstände sind vorzuzeigen.

 

 

Positive Kriterien:

 

Gleichmäßiges, ruhiges und fließendes Arbeiten. Schnelles lösen vom HF.

 

Unmittelbare Reaktion auf Hörzeichen. Ausdauerndes und zielgerichtetes

Arbeiten des Hundes. Weite Seitenschläge des Hundes.

 

 

Fehlerhaft ist:

 

Aufnehmen des Gegenstandes durch den Hund. Gegenstände,

die mit starker Führerhilfe angezeigt werden, sind nicht zu bewerten.

 

 

Berühren des Gegenstandes                                     1 - 3 Punkte Entwertung

 

 

Vorzeitiges Aufstehen, unzulässige Hörzeichen               1 - 3 Punkte Entwertung

 

 

Verlassen der gedachten Mittellinie durch den HF              2 - 5 Punkte Entwertung

 

 

Mäusefangen, Entleeren o. ä.                                          4 - 8 Punkte Entwertung

 

 

Lustlose Arbeit des Hundes                                         4 - 8 Punkte Entwertung

 

 

 

Nach Überschreiten der vorgegebenen Stöberzeit ist die Arbeit abzubrechen.

Die bis dahin erreichten Punkte werden bewertet.

 

 

Weitere negative Bewertungskriterien sind:

 

Unruhiges Verhalten beim Verweisen, Bellen, unerlaubte Führerhilfen,

weiträumiges Überschreiten der Stöberfeldgrenzen durch den Hund.

 Stöberprüfung 1

mit 96 Punkten bestanden.

Ich bin Stolz auf die Kröte.

 

 

 

 


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