Vierkampf.

Der Vierkampf ist die Hauptdisziplin im Turnierhundsport. Er setzt sich zusammen aus Gehorsamsübungen und Laufdisziplinen.
Ohne Gehorsam läuft im Hundesport gar nichts, also werden die Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung geübt und im Wettkampf bewertet.


Vierkampf
( VK 1 / VK 2)
Der Vierkampf hat seinen Namen von der Anzahl der Aufgaben, die in dieserWettkampfart erfüllt werden müssen. Diese sind die Gehorsamsübungen (Unterordnung),

der Hürdenlauf, der Slalom- und der Hindernislauf.

Neben einem guten Gehorsam des Hundes ist hier auch eine gewisse
Schnelligkeit des HF, speziell aber die harmonische und fehlerfreie
Zusammenarbeit beider gefragt. Sieger ist das Team, das in seiner AK in
der Summe die meisten Punkte erlangt hat.

Gehorsamsübung


Hierbei muss das Team ein festgelegtes "Laufschema", das im
Übrigen etwa dem der Begleithundprüfung (BH) entspricht, ablaufen.


Zuerst wird
die sog. Leinenführigkeit gezeigt. Anschließend werden die einzelnen
Übungen in Freifolge wiederholt bzw. fortgesetzt.

Die geforderten Übungen gehen aus dem nebenstehenden Schema hervor.


Für Hunde, die dieses Schema bereits perfekt beherrschen, gibt es die
Möglichkeit, in einer höheren Schwierigkeitsstu-fe, dem VK 2
anzutreten (genauere Qualifikations-normen siehe TO).

Dabei muss
das Laufschema grundsätzlich in Freifolge abgelaufen werden und
zwischen der Sitz - und Platzübung muss der Hund ein "Steh"
ausführen, d.h. der Hund muss auf Kommando wie angewurzelt stehen
bleiben, während der HF weitergeht.

Bei der Gehorsamsübung können maximal 60 Punkte vom THS-Bewerter
vergeben werden. Dinge wie "Abdriften" des Hundes beim Gehen,
Laufen und bei den Wendungen oder zögerliches Ausführen z.B. von
"Sitz" oder "Platz" führen zu Punktabzug.

Die drei Laufdisziplinen muss das Team Hundeführer-Hund gemeinsam in je 2 Durchgängen bewältig



Der Slalomlauf, 75 m lang, bestehend aus 8 Toren, die gemeinsam durchlaufen werden müssen.


Fehler in den Laufdisziplinen werden als Strafsekunden auf die erlaufene Zeit gerechnet. Maßgebend für die Laufzeitermittlung ist immer der zuletzt die Ziellinie überquerende des Teams Mensch-Hund.

Slalomlauf

Beim Slalom durchläuft das Team Mensch-Hund einen mit Stangen
ausgesteckten Zick-Zack-Kurs von ungefähr 75 m Länge. Neben dem Start-
und dem Zieltor gibt es noch 5 weitere Tore. Nach dem Start durchläuft
das Team die Slalomstrecke möglichst schnell. Um Strafpunkte zu
vermeiden, dürfen weder Hund noch HF keines der Tore, die immer in
Laufrichtung zu passieren sind, auslassen. Daher ist es gut, wenn man
einen Hund hat, der absolut "bei Fuß" geht bzw. läuft. Es
werden immer zwei Durchgänge ausgeführt. Beim VK 1 (Ausgangspunktzahl
100) darf der Hund angeleint oder frei geführt werden (10 Bonuspunkte
für Freifolge), beim VK 2 (Ausgangspunktzahl 110) muss der Hund frei
laufen.


Der Hürdenlauf, 50 m lang, auf denen 3 im Abstand von 10 m aufgestellte, 40 cm hohe Hürden vom Hund übersprungen werden müssen, während der Hundeführer parallel nebenherläuft.


Hürdenlauf
(VK 1 / VK 2)


Beim
Hürdenlauf sind Schnelligkeit und Koordination gefragt. Beim VK 1
(Aus-gangspunktzahl 80) muss auf einer Länge von 50 m gespurtet werden,
wobei der Hund drei Hürden mit einer Höhe von 40 cm überspringen muss


Die Schwierigkeit bei dieser Disziplin ist
die, dass der Hund synchron, d.h. auf gleicher Höhe mit dem HF laufen
sollte. Vorprellen sowie Nachhängen des Hundes oder Abwerfen von
Stangen gelten als Fehler und werden in Form von Strafsekunden zur
Laufzeit addiert.
Der Hund kann angeleint oder frei
geführt werden. Mit freifolgenden Hund im VK 1erhält man sog. 10
Bonuspunkte. Es wird in zwei Durchgängen gelaufen.

Im anspruchvolleren Hürdenlauf VK 2 (Ausgangspkt. 90) muss
der Hund frei geführt werden. Hier gibt es einen 80 m langen Weg (40 m
Hinweg - Wendestange - 40 m Rückweg), auf dem sechs Hürden , 40 cm
hoch, aufgebaut sind. Jede der Hürden ist 2 m breit, die auch vom
Hundeführer zu überspringen sind. Es wird nur ein Durchgang gelaufen.
Die Fehlerbewertung geschieht analog zum VK 1.


Hindernislauf


Der Hindernislauf, meistens die Lieblingsdisziplin des Hundes, der hier 8 hintereinander aufgestellte Hindernisse überwindet, nämlich Hürde, Schrägwand, Tunnel, Laufdiel, Tonne, Reifen, Doppelsprung und nochmals die Hürde, während der Hundeführer die 75 m nebenherläuft.
Beim Hindernislauf sind auf einer 75 m langen Strecke acht Hindernisse
aufgebaut, die vom Hund überwunden werden müssen, während der HF
parallel zur Hindernisbahn mitläuft.


Lässt der Hund ein Hindernis aus oder fällt eine Stange, werden diese "Fehler" als
Strafsekunden zur Laufzeit hinzugerechnet. Es werden zwei Durchgänge
gelaufen, wobei die Bahnen für VK 1 und VK 2 gleich sind. Für beide
beträgt die Ausgangspunktzahl 90; im VK 2 muss der Hund jedoch
freifolgend und ohne Hilfsmittel (z.B. Handschlaufe) gezeigt werden.


Am Ende
des Vierkampfs werden die Punkte aus der Gehorsamsübung, aus den
gesamten Laufdisziplinen und die Bonuspunkte addiert und so die
Siegerinnen und Sieger in den einzelnen Altersklassen ermittelt. Hieraus
errechnen sich auch die Tagessiegerin und der Tagessieger mit der
jeweils höchsten Punktzahl.

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Der Hindernisparcour aus dem Vierkampf wird auch als eigenständige Disziplin gelaufen.
Die acht hintereinander aufgestellten Hindernisse sind: Hürde, Schrägwand, Tunnel, Laufdiel, Tonne, Reifen, Doppelsprung und nochmals die Hürde, während der Hundeführer die 75 m nebenherläuft.
Verschiedene Hindernisse werden hier für Hunde mit einer Schulterhöhe über 50 cm erhöht. Auch hier bestimmt der langsamere Laufpartner die Zeit, in der sich auch die Fehlerpunkte niederschlagen.


 

 

Hier erst einmal einige Bilder vom Vierkampf mit Sally

 Alle 3 Laufeinheiten mit Sato Birte und Rabea


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